Historie

Zusammen mit der Valentinus Kapelle in Eichenbühl, deren Ursprung auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, bildet das Gasthaus zum Ritter das historische Herzstück Eichenbühls.

 

An der ehemaligen Handels- und Heerstraße gelegen, war das Gasthaus zum Ritter seit jeher ein Ort zum Verweilen und Kräfte sammeln.

Der Eckbalken des Fachwerkes trägt die Inschrift 1593. Dies macht es zu einem der ältesten Gasthäuser Deutschlands.

2009 wurde das Gasthaus zum Ritter nach aufwändiger dreijähriger Bauphase durch Herrn Günther Helmstetter neu eröffnet und soll nun seiner alten Bestimmung wieder gerecht werden!

 

 

Alles Alte, was an den ursprünglichen Charakter erinnert soll, so weit möglich erhalten werden. Alte Decken und Deckenbalken die über Jahrhunderte verkleidet waren werden wieder sichtbar sein, alte Holzböden werden restauriert und die ursprüngliche Bühne bleibt bestehen. Die Fremdenzimmer werden mit alten Möbeln aus dem ursprünglichen Bestand eingerichtet, sodass sich der Gast, der nicht aus Eichenbühl ist, noch gut daran erinnern kann.

Günther Helmstetter

 

 

 

 

Wie kam es dazu?

Nun, wie so vieles begann es in einer lauen Sommernacht im Juli 2005. Ich war bei meinen Nachbarn Otto Schmidt mit anderen zum Grillen eingeladen und das Gespräch kam auf den Ritter. Eine Ruine, ein Schandfleck für Eichenbühl, ein Bruchbude, waren die Wort die in der Runde fielen. Doch im gleichen Atemzug kam eben die Erinnerung an die Zeiten an denen der Ritter Vereinsheim war, Treffpunkt für jung und alt und Otto erzählte, wie er damals im Theater aufgetreten ist.

Nicht einfach so, nein, sondern mit viel Begeisterung. Er erzählte die Geschichte des Ritter, die nun so schlecht zu enden schien. Ein Gebäude von 1593, einfach so verfallen lassen? Die Erinnerung daran mit in den Bauschuttcontainer? Den Kindern und Nachkommen erzählen, naja das wurde dann irgendwann abgerissen? Nein, das durfte nicht sein. Über 400 Jahre Geschichte Eichenbühls einfach so weg? Nein, der Ritter musste wieder auferstehen.

 

 

 

Über 20 Jahre stand das Gasthaus leer und war bereits dem Verfall ausgeliefert. Teile des Gewölbes und damit der Bodens der Gaststube waren verfallen, sodass der Weg von der Gaststube in den Keller lebensgefährlich kurz war. Ein neuer Holzboden aus Eiche soll den Charakter des ursprünglichen Gastraumes erhalten, die Wandvertäfelung dessen Flair widerspiegeln. Bei der Restaurierung wurden die durch die Jahrhunderte angebrachten Verkleidungen mit Latten, Rigips, Putz und Styropr komplett entfernt – und – siehe da! Alte florale Deckenmalereien, die wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert stammen kamen zu Vorschein. Mit Unterstützung der Landesamtes für Denkmalschutz wurden diese durch einen Kirchenmaler konserviert und in ihrer ursprünglichen Form neu rekonstruiert.

 

 

Der Fuss eines alten Bildstockes von 1714, der im Hof des Gasthauses zum Ritter gefunden wurde, trägt eine gusseiserne Säule. Eine Geschichte für sich.

Der Holzboden im Rittersaal und die dazugehörige Bühne, die so viele Eichenbühler aus ihrer Jugend in Erinnerung haben, wurde erhalten und an schadhaften Stellen durch Mosaike aus Antikmarmor ergänzt. Alte Fundstücke aus dem Gasthaus sind in die neue Gebäudestruktur eingearbeitet.

 

 

Die zahlreichen, teilweise sehr alten Originalfotos an den Wänden zeigen Menschen, deren persönliche Geschichte einen Teil zur langen Geschichte des Hauses beigetragen hat – vom Hochzeitspaar bis zum damaligen Wirt.

 

 

Durch die Verwendung von Naturmaterialen wie Lehm, Holz und Naturstein haben die Räume ein hervorragendes Raumklima. Ein Glasausschnitt öffnet heute den Blick in den Keller. Eine moderne Theke, ein außergewöhnliches Lichtkonzept und Vieles mehr machen klar, dass die Uhr sich weitergedreht hat.

 

– Über 130 Sitzplätze für Feierlichkeiten aller Art –

Ein Gasthaus für Jedermann